Pressemitteilung Nr. 5: DSM 2009: Erster Wertungstag neutralisiert
Im Bereich eines langsam ostwärts abziehenden Höhenkeils und Bodenhochs ist trockene Warmluft wetterbestimmend. Die Kaltfront eines Tiefs über dem Nordost-Atlantiküberquert den Wettbewerbsraum in der ersten Nachthälfte. Deswegen wird im Frontbereich vor Schauer und Gewittern mit starken Windböen gewarnt.
Dennoch wird das Wetter von Dr. Erland Lorenz als fliegbar bewertet: Die Thermikativität beginnt gegen 11 Uhr bei einer Temperatur von 24 Grad Celsius und endet voraussichtlich gegen 19 Uhr lokal. Die Sicht beträgt mehr als 20 km. Bei mäßiger Blauthermik können 1 bis 2 m/s Steigen erwartet werden und am späten Nachmittag im Bergland lokale Cummulus mit anschließender Labilisierung. Allerdings warnt er vor einer im Satellitenbild bereits erkennbaren Eintrübung über dem östlichen Frankreich. Im Ausblick auf Dienstag wird auf der Rückseite der abgezogenen Kaltfront eine gute Thermik erwartet.
Die Tagesaufgabe für die Offene Klasse wurde von der Abfluglinie Sigmaringen über St. Georgen, Musbach, Albstdt Degerfeld Harburg zurück nach Mengen geführt, 421 km mit eienr spätesten Ankunft gegen 19 Uhr. Die später startende 18-Meter Klasse sollte von der Abfluglinie Heiligkreuztal, Fürstenberg, Gerstetten, Braunenberg, Herbertingen zurück nach Mengen über 336 km fliegen.
Nach dem Start der Offenen Klasse stellten die Piloten schnell fest, dass das durchschnittliche Steigen weniger al 1 m/s betrug und die Basis erst bei 800 m über Grund war. Als sich dieser Zustand auch nach einer Stunde nicht verbesserte und die Piloten der 18 Meter Klasse noch immer in der Hitze des frühen Nachmittags am Boden standen, entschied sich der Sportleiter H.P. Mayer zunächst gegen 14:20 Uhr zur Neutralisierung der 18 Meter Klasse. Nach weiteren Hiobsnachrichten der auf der Alb mit immer geringer werdendem Arbeitsraum kämpfenden Offene Klasse wurde auch deren Aufgabe gegen 14:40 Uhr Ortszeit neutralisiert.

